Xabier Arakistain

Xabier Arakistain

moderiert von Tereza Stöckelová

Frauen, die längste Revolution

 

In der aktuellen Hochkonjunktur von Identitätspolitik stehen die Kategorien Geschlecht, Gender, Sexualität, Klasse und Rasse im Vordergrund radikalen politischen Denkens. Aber allzu häufig scheinen die Überschneidungen zwischen diesen Kategorien zu verschleiern, dass auch die Postmoderne nichts an der Tatsache geändert hat, dass Geschlecht die Basis der Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen bildet. Frauen, die längste Revolution ein früher, nicht sehr bekannter Text der britischen Psychoanalytikerin und sozialistischen Feministin Juliet Mitchell, folgt der Idee der Revolution ohne die Kategorie des Geschlechts außer Acht zu lassen. Die Lektüre dieses beispielhaften Textes zeigt, dass die politische Agenda der sogenannten zweiten Welle des Feminismus in den 1960er- und 70er-Jahren nach wie vor aktuell ist.

Präsentation, im Anschluss Diskussion mit Tereza Stöckelová.

 

(Englisch, 60 + 30 Min, Bühne 1, Übersetzung ins Tschechische)

 

Xabier Arakistain ist Feminist und Kurator, er lebt in Bilbao. In seiner Arbeit fungiert er als ein Vorreiter in der Einführung und Durchsetzung von Programmen zur Geschlechtergleichstellung in den Feldern der Kunst, des aktuellen Denkens und der Kultur.

 

Tereza Stöckelová ist eine Ethnologin und feministische Aktivistin. In ihrer akademischen Forschungsarbeit konzentriert sie sich auf die Untersuchung von Wissenschaft, Technologie und Medizin. 2010 war sie eine der führenden Figuren der kapitalismuskritischen Bürgerinnen- und Protestbewegung ProAlt in Prag.