Ilona Švihlíková und Miroslav Tejkl

Ilona Švihlíková und Miroslav Tejkl

moderiert von Tereza Virtová

Das Ende des Kapitalismus?

 

In ihrem gerade erschienenen Buch zum 150. Jahrestag der Erstveröffentlichung von Marx‘ Das Kapital widmen sich Švihlíková und Tejkl der Entwicklung des Kapitalismus als sozioökonomisches System. Sie gehen von der These aus, dass der heutige Kapitalismus in der Dominanz der Basisabsicherung über den Profit pathologische Züge zeigt . Auf der anderen Seite sehen sie neue Elemente, Ansätze zu einem neuen Systems. Das Ideal der Emanzipation aller Menschen, so die Autoren, sei mit den Privilegien des reichsten einen Prozents der Gesellschaft ebensowenig vereinbar wie mit dem steigenden Regulatierungsgrad. Das neue System bedürfe eines selbsterhaltenden, fiskalischen Mechanismus unter Einbeziehung moderner Technologien als einer natürlichen Grundlage .

 

(Tschechisch, 70 + 20 Min, Bühne 1, Übersetzung ins Englische)

 

Ilona Švihlíková ist eine tschechische Ökonomin, linke Publizistin und Mitglied der Hussitischen Kirche. Sie lehrt am Institut für Global Studies der privaten Jan Amos Komenský Universität. In ihren Büchern und Artikeln widmet sie sich politischen und ökonomischen Aspekten der Globalisierung, der Warenwirtschaft und Alternativen zum Kapitalismus.

 

Miroslav Tejkl is Jurist und stellvertretender Bürgermeister von Chrudim, einer kleinen Stadt in Ostböhmen. Gemeinsam mit Ilona Švihlíková hat er eine Reihe von Texten verfasst, die sich kritisch mit dem aktuellen sozio-ökonomischen System auseinandersetzen.

 

Tereza  Virtová ist Doktorandin der Anthropologie an der Fakultät für humanitäre Studien. Am Zentrum für Wissenschafts-, Technik- und Gesellschaftsforschung arbeitet sie an einem Projekt für empirische Wissenschaftsforschung. Weiterhin widmet sie sich in ihrer Forschung der Arbeit, Technologien und dem Postsozialismus.