Anna Daučíková

Anna Daučíková

Versuchen Sie, nicht in der Opposition zu sein (eine Erzählung aus erster Hand)

 

In ihrer tschechisch-slowakisch-russisch-ukrainischen Geschichte berichtet Anna Daučíková von Werken des ukrainischen Künstlers Valerij Lamach, der in den 1960er- und 70er-Jahren ein anerkannter Hersteller von monumentalen Mosaiken auf Häuserfassaden in Kiew war. Seine Bilder zeigten ideologisierte Bilder des glücklichen Lebens, typisch für Kunstwerke des sozialistischen Realismus. Aber Eingeweihte können in ihnen eine versteckte Bedeutungsebene erkennen, eine Art „fremden“ Code… Daučíkovás Radiobericht gibt ebenso das Sichtbare zu hören wie das, was normalerweise unsichtbar ist und erst sichtbar gemacht wird. Sie richtet ihren scharfen Blick auf einige, heute (scheinbar) nicht mehr aktuelle Widersprüche, wenn bedeutungsvolles künstlerisches Schaffen trotz rasender Zensur und Zeiten großer Apathie stattfindet.

 

(Tschechisch, 45 Min, Bühne 2, Übertragung ins Englische)

 

Anna Daučíková ist eine queer feministische Künstlerin und Professorin an der Kunstakademie in Prag. In den frühen 1980er-Jahren zog sie aus ihrer Heimatstadt Bratislava nach Moskau und blieb dort annähernd 10 Jahre.